Als die zwei wichtigsten Renditehebel haben sich in zahllosen Untersuchungen herauskristallisiert:
- die Streuung des Vermögens auf Anlageformen, die sich möglichst unabhängig voneinander entwickeln („Diversifikation“) und dabei ein angemessenes Chance- / Risikoverhältnis haben,
- die Kosten, die ein Anleger – direkt oder indirekt – für seine Anlagen zahlen muß: etwa Ausgabeaufschläge bei Fonds, laufende Fondskosten, offene und versteckte Provisionen der Fonds an provisionsabhängige Anlagevermittler, Kosten der Vermögensverwaltung oder Bankgebühren .
Ein Finanzinstrument, welches in besonderem Maße geeignet ist, beiden Zielen zugleich zu dienen, ist der börsengehandelte Indexfonds (ETF). Anders als in den USA oder in Großbritannien findet er in Deutschland allerdings erst langsam den Weg in die Depots der Privatanleger. Seine kostenminimierte Fondsstruktur erlaubt nämlich nicht die Zahlung der sonst üblichen Vertriebs- und Bestandsprovisionen.
In besonders prägnanter Form formuliert Prof. Martin Weber:
„Die Strategie der meisten Anleger würde sich schon dramatisch verbessern, wenn sie nur einen einzigen gut gewählten ETF kaufen würden“1
1. Prof. Martin Weber, Universität Mannheim, Genial einfach investieren, Frankfurt / New York 2007, S. 140. Das ausgesprochen lesenswerte Buch gibt - mit vielen Beispielen - auch einen guten Überblick über die Ergebnisse der aktuellen Finanzforschung.
